AutoGPT – Installation und Nutzung auf dem Desktop


Auto­G­PT ist wie ChatG­PT nur mit Inter­net­an­schluss! Ich hat­te mir die Chal­len­ge gestellt, eines der vie­len neu­en #AI Tools auf dem eige­nen Rech­ner zu instal­lie­ren – und war erfolg­reich. Es war nicht wirk­lich schwie­rig, aber ein wenig Code-Ver­ständ­nis soll­te vor­han­den sein. Wobei Code-Ver­ständ­nis schon zu viel ist, es geht mehr um die Instal­la­ti­on und Ein­bin­dung von Soft­ware und das Bedie­nen des Apple Ter­mi­nal Pro­gramms. Wer sich da sicher oder aus­rei­chend vor­ge­bil­det ein­schätzt, wird auf kei­ne gro­ßen Hin­der­nis­se tref­fen.

 

Vor­aus­set­zung:

Es muss ein Account bei Ope­nAI ange­legt sein und es muss ein paid account ein­ge­rich­tet wer­den. Viel Geld kos­tet das nicht, kei­ne Sor­ge.

Step 1

Unter Git­hub (hier) kann die aktu­ells­te Ver­si­on von Auto­G­PT her­un­ter­ge­la­den und instal­liert wer­den.

Step 2

Damit der Install aber ein­wand­frei abläuft, muss zunächst sicher­ge­stellt wer­den, dass auch die neu­es­te Ver­si­on von Python instal­liert ist. Bei mir ist das aktu­ell 3.8 gewe­sen, der Down­load kann via anaconda.com erfol­gen und umfasst rund 4,5GB. Wer sich nicht sicher ist, wel­che Ver­si­on instal­liert ist, kann via python –ver­si­on im Ter­mi­nal nach­schau­en.

Der Install erfolgt via Ter­mi­nal mit der Befehls­zei­le: con­da crea­te -n auto-gpt python=3.8

Anschlie­ßend wird Python 3.8 instal­liert, ein­mal muss noch Y gedrückt wer­den, um die Instal­la­ti­on bis zum Ende durch­lau­fen zu las­sen.

Ist das erfolg­reich gewe­sen, muss nun der Switch in den Auto­G­PT-Ord­ner erfol­gen. Auto­G­PT ist nicht im Pro­gramm-Ord­ner instal­liert, son­dern auf dem Desk­top. Daher muss nun via Ter­mi­nal-Befehls­zei­le der Zugriff erfol­gen: cd /users/your-user-name/desktop/Auto-GPT-0.2.2

Step 3

Des wei­te­ren benö­tigt man idea­ler­wei­se einen Code-Edi­tor wie z.B. Visu­al­Stu­dio, um in dem instal­lier­ten Auto­G­PT-Code den Key der API von Ope­nAI ein­tra­gen und spei­chern zu kön­nen.

Ist die Instal­la­ti­on von Visual­Code erfolg­reich gewe­sen, kann über den Ter­mi­al-Befehl code . das Pro­gramm auto­ma­tisch geöff­net wer­den und erhält Zugriff auf die Instal­la­ti­ons­da­tei­en. Dort befin­det sich u.a. ein Read­Me und wei­te­re Infor­ma­tio­nen. Der nächs­te Ter­mi­nal-Befehl instal­liert die not­wen­di­gen Auto­G­PT „Requi­re­ments“ aus dem Git­hub Repo­si­to­ry: pip install -r requirements.txt

Dann ist es fast voll­bracht, es fehlt nur noch der Ope­nAI API Key, damit die lokal instal­lier­te Soft­ware die Anfra­gen über die API aus­füh­ren kann. Der Key kann im Ope­nAI Account unter User / API-Keys ange­legt und abge­ru­fen wer­den.

Durch den Ter­mi­nal-Befehl cp .env.template .env wird eine Kopie „.env“ des Default-Files erstellt, in wel­ches nun der eige­ne Key ein­ge­tra­gen wer­den kann. Der Name kann auch „.tes­tu­se­renv“ oder wie auch immer lau­ten, dann heißt das File ent­spre­chend.

Der API Key wird nun in Zei­le 24 OPENAI_API_KEY=sk-f5h7g­f3s8….. ein­ge­tra­gen, eben­so wird in Zei­le 169 der Code von Fal­se auf True umge­stellt: USE_MAC_OS_TTS=TRUE

Das Gan­ze geht, wie oben bereits ange­spro­chen, nur mit einem Paid Account, es muss also eine Bil­ling-Method hin­ter­legt wer­den. Teu­er ist es nicht, aber es muss jeder für sich ent­schei­den, ob er das tes­ten will – ohne geht es nicht.

 

 

Step 4

Nach­dem alle not­wen­di­gen Files und Keys ein­ge­tra­gen sind, muss Auto­G­PT akti­viert wer­den, was anhand der Befehls­zei­le con­da activa­te auto-gpt erfolgt. Nach der Bestä­ti­gung ist ersicht­lich, dass Auto­G­PT akti­viert ist, da nun am Anfang der Befehls­zei­le nicht mehr (base) steht son­dern (auto-gpt).

(base) username@user-mac-book Auto-GPT-0.2.2 % con­da activa­te auto-gpt
(auto-gpt) username@user-mac-book Auto-GPT-0.2.2 %

Zuletzt ist es noch hilf­reich gewe­sen, XCode zu instal­lie­ren, da bei mir stets eine Feh­ler­mel­dung beim Bestä­ti­gen der Lizenz-Bedin­gun­gen von XCode auf­ge­tre­ten war. Der Ter­mi­nal-Befehl lau­tet sudo xcode­build -licen­se und nach der Pass­wort-Bestä­ti­gung (Device-Pass­wort) kön­nen die Lizenz­be­din­gun­gen von Auto­G­PT gele­sen und bestä­tigt wer­den, indem am Ende agree getippt wird.

Der letz­te Befehl lau­tet ./run.sh, die­ser instal­liert und ver­bin­det alle benö­tig­ten Datei­en und endet mit der Auf­for­de­rung, der AI einen Namen zu geben.

Wenn das aber alles erfolg­reich auf­ge­setzt wur­de, kann via Ter­mi­nal die vol­le Funk­ti­ons­fä­hig­keit von ChatG­PT lokal genutzt wer­den ohne sich zu sor­gen, dass Geschäfts­ge­heim­nis­se zu wei­te­ren Trai­nings­zwe­cken ver­wen­det wer­den – somit an die Öffent­lich­keit kom­men.

Auto­G­PT erwei­tert dabei die online-Ver­si­on von ChatG­PT um einen Inter­net­zu­gang und somit auf aktu­el­le Nach­rich­ten, Mel­dun­gen und sons­ti­gen Online-Con­tent. Auch die Ein-/An­bin­dung wei­te­rer exter­ner Daten­quel­len ist mög­lich und ich bin gespannt, was die wei­te­ren Mona­te zei­gen wer­den. Die Benut­zung via Ter­mi­nal ist sicher­lich unkom­for­ta­bel und nicht jeder­manns Geschmack, aber hey, wer 1994 im Inter­net war, kann sich eines Deja-vu’s nicht erweh­ren 😉 Und es hat eben den Vor­teil, dass es lokal läuft! Die Ergeb­nis­se wer­den, wie oben bereits aus­ge­führt, bei Bedarf in ein File auf die Plat­te geschrie­ben. Ich hat­te test­wei­se ein paar Han­tel­übun­gen zum Mus­kel­auf­bau recher­chie­ren las­sen und habe eine brauch­ba­re Zusam­men­stel­lung von 5 Übun­gen erhal­ten, die mein Alter, mei­nen Fit­ness-Zustand und das vor­han­de­ne Übungs­ge­rät berück­sich­ti­gen.

Als dann: The Pro­of is in Doing it!